Susanne Kalberer

Reserven für Zukünftiges

turm (Foto: Lukas Weinhold)

Evangelisch Wängi schliesst die Rechnung 2021 mit einem satten Plus ab. Die Stimmberechtigten geben an der Versammlung von letztem Sonntag grünes Licht, mit dem Grossteils des Vorschlags einen Erneuerungs-Fonds zu äufnen.
Susanne Kalberer,
Das Ergebnis von rund 120'000 Franken im Plus kam einerseits wegen guter Steuereinnahmen zustande, hier wurden rund 80'000 Franken mehr eingenommen als budgetiert. Andererseits mussten viele Veranstaltungen und Angebote der Kirchgemeinde wegen der Corona-Situation anders angegangen werden oder fielen aus, was die Ausgaben minderte.

Kreativität kontra Coronablues

Corona war denn auch im letzten Jahr die Herausforderung für die Kirchgemeinde, und verlangte von allen Involvierten, aber vorab vom Pfarramt höchste Flexibilität, Engagiertheit und grossen Ideenreichtum. Während in anderen Kirchgemeinden eine Zertifikatspflicht galt, wurden in Wängi wegen der Besuchszahlbeschränkung von 50 Personen möglichst zwei Sonntags-Gottesdienste angeboten. Besondere Feiern wurden via Livestream auf youtube, ins Kirchgemeindehaus Adler oder teilweise ins Vereinshaus übertragen.
Ein «Trostprimeli» mit Ostergruss verteilten Freiwillige im letzten Frühjahr an die ältere Generation, da viele Seniorennachmittage gestrichen werden mussten.
Statt der traditionellen Kindernachmittage in den Frühlingsferien lancierte Jugendarbeiter Sam Schweingruber zusammen mit vielen Freiwilligen einen Ferien(s)pass und bot Ferienhighlights für viele Kinder. Das Jubiläumsfest zu 40 Jahre Cevi wurde mit Attraktionen auf der Schulhauswiese, einem Musical unter dem grossen Dach eines Blachenzelts, einem Ehemaligenabend und einem Festgottesdienst im Herbst durchgezogen.
Auf die Weihnachtszeit hin hatte die Bevölkerung die Möglichkeit, im Pfarrhaussaal die kunstvoll gestaltete Krippenausstellung von Marlis Künzi und Marlies Roth mit biblischen Figuren Schwarzenberg zu besuchen, ergänzt von einem Abend mit «Geschichten am Feuer».

Was lange währt…

Offensichtlich beschäftigte die Kirchgemeinde letztes Jahr auch die Renovation des Kirchturms. An der Westseite mussten die Verputzschichten bis auf die Mauersteine abgetragen und erneuert werden. Ungünstige Witterungsverhältnisse verzögerten leider die Restauration. Seit kurzem erfreut der Turm nun wieder mit intakter Fassade. Einzig der «Güggel» wartet noch auf ein Zurechtrücken: ein erneuerter Firstbalken soll ihm zu aufrechtem Stand verhelfen.
Um auch künftig die Liegenschaften in Schuss zu halten, wurde an der Kirchgemeindeversammlung beschlossen, einen Erneuerungsfonds mit 100'000 Franken zu speisen. Der Rest des Vorschlags wird folgendermassen aufgeteilt: 15'000 Franken gehen zugunsten des Unterstützungsfonds und rund 4'500 Franken werden dem Eigenkapital zugewiesen. Die Versammlung stimmte zudem den Reglementen des Unterstützungs-, Friedhofs- und Kapelle Tuttwil-Fonds zu. Mit einem Dank an alle Engagierten verabschiedete Kirchgemeindepräsident Rolf Baumann die Gemeinde in einen guten Sonntag.
Bereitgestellt: 16.05.2022     Besuche: 39 Monat 
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