Susanne Kalberer

Am stillen Örtchen überführt

Hands up am Sonntag zu...

Die Konkurrenz schläft nicht, heisst es im Volksmund. Wie mit Rivalität im besten Sinne umgegangen werden kann, zeigten die Ceviannerinnen und Cevianer vergangenen Sonntag in der evangelischen Kirche Wängi. Eine (Muttertags-)Feier zum Schmunzeln und mit Tiefgang. Geeignet auch für Väter.
Susanne Kalberer,
«Chönige chömed und Chönige gönd» singt die muntere Cevi-Schar von rund 30 Kindern und ihren Leiterinnen und Leitern. Diese performen denn auch die biblische Geschichte, als König Saul mit seinen 3000 besten Soldaten in die Wüste En Gedi zieht, um seinen (gefühlten) Rivalen David auszuschalten. Dass sich dieser just in einer Höhle versteckt, da der Herrscher Zeitung! lesend seine Notdurft verrichtet, gibt der Geschichte eine überraschende Wende.

Stoff gegen Leben

«Willst du nicht die Gunst der Stunde nutzen?», flüstern Davids Freunde ihm zu, «mach Saul fertig, das ist DIE Chance, da Gott dir deinen Feind in die Hände spielt…» Das Messer in der Hand, im Herzen eine Welle der Versuchung, ringt David die bösen Stimmen nieder. Er zwackt vom königlichen Umhang lediglich eine Stofftrophäe ab, später Beweisstück genug für seine loyale Gesinnung gegenüber Saul. Eines das diesen in seinen Tränen versöhnlich stimmt.

Klar doch, werden die Mütter an ihrem Feiertag geehrt. Und das gelingt den Cevikindern vortrefflich, wenn sie sich fürs Dasein, Kochen, Waschen oder Putzen mit Worten und Schoggiherzen bedanken. Da schmilzt glatt der Stress weg, den die eine oder andere Familie auf sich genommen hat, um alle kirchenparat zu machen… und beim anschliessenden Apéro vor der Kirche schwingt die heitere Stimmung weiter, die während des von vielen Beteiligten organisierten Gottesdienstes getragen hat.
Bereitgestellt: 09.05.2022     Besuche: 38 Monat 
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