Susanne Kalberer

Zum Abschied fantastisch getanzt

Verabschiedung Eva Weinhold (Foto: Susanne Kalberer)

Adieu Eva Weinhold. Am vergangenen Sonntag verabschiedet Evangelisch Wängi seine fertig ausgebildete «Sozialdiakonin mit Gemeindeanimation HF» auf kreative Weise.
Susanne Kalberer,
Es wären da 15 Girls im Primarschulalter. Sie sitzen auf der Kirchenmauer wie eine Zeile Vögelchen auf einer Hochspannungsleitung. Herunter lockt die Mädchen hier nur der Groove der deutschen Kultband «Fantastische 4». Und ab geht die Post - es ist der Auftritt der Tanzgruppe «roundabout», die hier zum Abschied von Eva Weinhold begeistert streetdance zum Besten gibt.

Die Gruppe ist eines jener «Babies», bei dem Eva Weinhold die letzten vier Jahre Geburtshilfe geleistet, es genährt, gepflegt und aufgezogen hat während ihrer Ausbildung am theologisch diakonischen Seminar (TDS) in Aarau. Auch beim «Fiire mit de Chliine» oder dem sonntäglichen «Biblechat» sowie zwei Kinderlagern investierte die junge Frau Arbeit, Zeit und vielleicht am allerwichtigsten: Herzblut. Wohl Letzteres und die zugängliche, liebenswürdige Art veranlasst viele Menschen, Eva Weinhold an diesem Sonntagmorgen ein Stelldichein während des Gottesdienstes oder vor der Kirche zu geben. Kirchenpräsident Rolf Baumann und Kirchenvorsteherin Conny Wenk würdigen die Arbeit von Eva Weinhold ebenfalls.

Entgegen aller Gottesbilder

Wo ist Gott zu finden? In geheimen Riten? Strengen religiösen Übungen? Dem Lauschen der Vögel auf einem Waldspaziergang am Sonntagmorgen? Diesen Fragen geht Pfarrer Lukas Weinhold in seiner Predigt nach. Von der Geburt bis zur Bahre stelle die Lebensgeschichte Jesu, wie sie in der Bibel beschrieben ist, unsere menschlichen Gottesbilder auf den Kopf. Und die Essenz unseres Glaubens sei, dass sich Gott als unser Retter in der Schwäche des Kreuzestodes erweise – für viele eine Gotteskraft und ein Geheimnis.
Bereitgestellt: 05.07.2021     Besuche: 45 Monat 
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