Susanne Kalberer

Eindrückliche Feier 1200 Jahre Wängi

IMG_6222<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-waengi.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>291</div><div class='bid' style='display:none;'>5156</div><div class='usr' style='display:none;'>18</div>

Äxgüsi, wann haben Sie das letzte Mal an Ihren Wohnort gedacht? Beim Zahlen der 3. Steuerrate? Oder doch eher auf einem Herbstspaziergang durch das in der Senke liegende Wängi und die umliegenden Hügel und Dörfer? Vielleicht sind Sie wöchentlich für einen der vielen Vereine hier tätig. Oder aber Sie sind der Einladung gefolgt und haben vergangenen Sonntag aus Anlass von 1200 Jahre Wängi den ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche zum eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag besucht. Und sind dabei auf viele bekannte Menschen getroffen, die sich womöglich aus den gleichen Motiven wie Sie aufgemacht haben….
Susanne Kalberer,
Wie auch immer, es war ein würdiges, besinnliches aber auch heiteres Programm für diesen Sonntag vorbereitet worden. Der Musikverein Alpenrösli stimmte stehend! mit einer «Gänsehauthymne» auf den Gottesdienst ein. Zudem gaben der Sängerbund Wängi und das Flötenspiel von Rosi Ammann der Feier eine stimmungsvolle Note. Gabi Suhner, katholische Gemeindeleiterin, erinnerte in ihren Worten daran, dass wir aus Anlass von 1200 Jahre Wängi allen Grund hätten, am heutigen Tag dem dreifaltigen Gott zu danken, ihn zu loben und uns zu besinnen.

Pionierarbeit

Die Sympathien sofort auf seiner Seite hatte Oberstufenschüler Marius Meyer, der mit einem frischen «Grüezi, grüezi mitenand» die Festgemeinde begrüsste. Er hatte die Aufgabe, Verantwortungsträger der Gemeinde Wissen über das Dorf und seine Geschichte zu entlocken, was auch sehr gut gelang. Gemeindepräsident Thomas Goldinger erzählte beispielsweise von dem bescheidenen hölzernen Gebäude, der ersten Kirche, in der die urkundliche Erwähnung des Dorfes begann und beim Kloster St. Gallen hinterlegt wurde. Menschen mit Namen wie Wolfhard oder Adalbert und weitere leisteten in dem dünn besiedelten, sumpfigen Urwaldgebiet Pionierarbeit….

Zeitenwandel

Therese Egli wiederum berichtete vom Kirchenacker rund ums Gotteshaus, wo Gemüse angebaut und von allem der zehnte Teil an die Johanniterkomturei Tobel abgegeben werden musste. Auf deren Namen gehen letztlich auch die Namen der beiden Wängener Kirchen zurück. Stefan Wohnlich schlug den Bogen ins Jahr 1524 und verwies auf die eine, fast 500jährige Glocke, die heute noch im evangelischen Kirchturm läutet und manchen gesellschaftlichen, kirchlichen und politischen Wandel überdauert hat. Jörg Kobelt seinerseits verdeutlichte, wie der Thurgau 1803 zu einer stabilen Staatsordnung fand und als gleichberechtigter Kanton der Schweiz anerkannt wurde. Für das kurzweilige Theater zeichnete Katharina Alder verantwortlich.

Alle für Wängi

Pfarrer Lukas Weinhold bezog sich in seiner Predigt auf den Propheten Jeremia und ermunterte alle Anwesenden «der Stadt Bestes zu suchen» - jeder Beitrag für das Gemeinwohl sei wichtig. Im Anschluss an den Festanlass nutzten manche die Gelegenheit zum Austausch beim Apéro oder einer Besichtigung der Kirchtürme.
Bereitgestellt: 17.09.2018     Besuche: 18 Monat 
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