Feiern im Wald - Thema: «Igel – stachelige Sympathieträger»
Am Sonntagmorgen, 17. Augsut 2025, versammelten sich zahlreiche Gemeindemitglieder bei strahlendem Wetter zum Open-Air-Gottesdienst in der idyllischen Widmer-Wiese nahe Eggetsbühl. Unter dem Motto «Igel – stachelige Sympathieträger» wurde nicht nur die Natur gefeiert, sondern auch ein besonderes Augenmerk auf die kleinen, nachtaktiven Gartenbewohner gelegt.
Einblicke ins Leben der Igel
Andrea Brandes Ammann, die sich für den Igelschutz in der Gemeinde einsetzt, gab im Rahmen eines Interviews spannende Einblicke in ihre Arbeit. Mit Hilfe einer Wildtierkamera dokumentiert sie das nächtliche Treiben der Tiere und sensibilisiert für deren Lebensraum und Bedürfnisse. Ihre Erzählungen berührten und begeisterten Gross und Klein.
«Stacheln des Glaubens – Mit Gottes Waffenrüstung durch die Ruhezeit“
In seiner Predigt skizzierte Pfr. Lukas Weinhold den Igel als geistliches Symbol: Ein kleines Tier, das sich bei Gefahr einrollt und seine Stacheln zeigt – nicht aus Aggression, sondern aus Schutz. Dieses Bild übertrug er auf unser geistliches Leben. Gerade in Zeiten der Unruhe, der geistlichen Anfechtung oder der alltäglichen Überforderung sind wir eingeladen, uns wie der Igel zurückzuziehen – nicht in Isolation, sondern in die Ruhe Gottes. Unsere „Stacheln“ sind dabei nicht aus Metall, sondern aus geistlicher Substanz: Wahrheit, Gerechtigkeit, Glaube und das Wort Gottes (Epheserbrief). In der Ruhezeit dürfen wir unsere geistliche Rüstung neu anlegen, unsere „Stacheln“ ausrichten und uns auf das Wesentliche besinnen: Gottes Nähe, sein Wort und die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Der Igel lehrt uns, dass Rückzug kein Zeichen von Schwäche ist, sondern von Weisheit. Wer sich in Gott birgt, ist nicht wehrlos – sondern ausgerüstet mit allem, was nötig ist, um standzuhalten. Die Waffenrüstung Gottes und die Sonntagsruhe sind keine alten Konzepte, sondern hochaktuelle geistliche Werkzeuge für ein Leben in Balance, Schutz und Frieden.
Musikalische Umrahmung mit Dirigent Dirk Benkwitz
Der Musikverein Alpenrösli sorgte für eine festliche und zugleich besinnliche musikalische Begleitung. Die Klänge unter freiem Himmel verliehen dem Gottesdienst eine besondere Atmosphäre und luden zum Mitsingen ein.
Segen für die Drittklässler
Ein besonderer Moment war die Segnung der Drittklässler, die für ihre bevorstehende Unterrichtszeit gestärkt wurden. Als Symbol für Hoffnung und Aufbruch durften sie weisse Tauben in den Himmel steigen lassen – ein bewegender Augenblick.
Begrüssung des neuen Jugendarbeiters
Im Rahmen des Gottesdienstes wurde auch Mathias Hüberli, der neue Jugendarbeiter der Kirchgemeinde, herzlich willkommen geheissen. Er gestaltete während der Predigt zusammen mit siner Frau Flavia Hüberli und Christine Weinhold das Kindeprogramm.
Beim anschliessenden gemeinsamen Mittagessen ergaben sich zahlreiche Gelegenheiten für persönliche Begegnungen und Gespräche.